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Webhostingwahl – Preis und Leistung
No CommentsDer heutige dritte Teil zur Artikelserie über die Wahl des richtigen Webhosters verschiedene, wichtige Auswahlkriterien zur Hoster-Wahl aufzeigen. Im letzten Artikel habe ich ja bereits grundlegend erläutert was bei der Hosting-Wahl zu beachten ist. Diesmal möchte ich etwas näher ins Detail gehen. Im folgenden stelle ich die meiner Erfahrung nach wichtigsten Auswahlkriterien für einen Hoster vor.
Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass es hierbei um eine Hostinglösung für Selbständige und kleine Unternehmen geht. Konzerne, millionenschwere Startups und ähnliche haben sicher andere beziehungsweise weitere Kriterien.
Preis
Auch wenn es nicht das einzige Auswahlkriterium sein sollte, so spielt der Preis doch eine wichtige Rolle.- Setup-Gebühren
Zum einen verlangen viele Hoster eine Einrichtungs- oder Setup-Gebühr. Diese sollte man auf die ersten 12 Monate mit umlegen und nicht allein den Monatspreis beachten.
- monatliche Kosten
Die monatlichen Kosten sollten Fix sein. Man lässt sich ganz leicht von Angeboten wie “Nur 9 Euro in den ersten 3 Monaten” täuschen. Ist man zufrieden, bleibt man gewöhnlicherweise lange bei einem Hoster und sollte deshalb mit den normalen Monatskosten kalkulieren.
- versteckte Kosten
Man sollte auch penibel darauf achten, ob und wenn ja, welche Zusatzkosten erstehen können. Ein auf den ersten Blick sehr günstiges Angebot kann schnell teuer werden, wenn benötigte Zusatzleistung separat bezahlt werden müssen.
Der Preis ist ein wichtiger Faktor. Man sollte sich stets bewusst sein, dass Leistung nunmal kostet. Wie bei sehr vielen Dingen im Leben sollte man auch hier skeptisch werden, wenn etwas außerordentlich günstig ist. Auch im Hosting-Sektor hat keiner was zu verschenken.
Leistungsumfang
Der zweite wichtige Kriterien-Bereich betrifft alle Leistungen, die man für sein Geld bekommt. Nur im Vergleich zu den gebotenen Leistungen kann man den Preis erst richtig einordnen.- Inklusivleistungen
Welche Leistungen sind im Monatspreis enthalten? Sind diese ausreichend oder muss man später Zusatzleistungen extra bezahlen? Genauso kann es sein, dass Leistungen inkl. sind, die man aber gar nicht benötigt, jedoch letztlich im Monatspreis mitbezahlt.
- Domains
Wie viele Domains sind inklusive und wie viele kann man in dem Tarif überhaupt dazubuchen? Ich hatte schon vor einer ganzen Weile mal mit einem Hoster zu tun, der pro Hosting-Tarif nur 1 Domain zuließ. Man musste sich ein weiteres Hosting-Paket kaufen, um eine weitere Domain zu nutzen. Das ist natürlich ein Unding. Außerdem sollte man hier schauen, welche Domainendung möglich sind und wie dafür die monatlichen/jährlichen Kosten liegen. Weiteres Kriterium hierzu ist für mich, ob mit dem Paket auch externe Domains möglich sind weil ich viele meiner Domains beim Domainhoster liegen habe und nur wegen eines Paketwechsels diese noch lange nicht zum neuen Hoster umziehe.
- Datenbank
Welche Art von Datenbank wird angeboten und wie viele Datenbanken sind inklusive. Gerade bei Servern wird man wohl nicht nur eine einzelne Website darauf hosten und so benötigt man entsprechend viele Datenbanken. Auch die Aktualität der Datenbank-Version spielt eine essentielle Rolle. So setzt zum Beispiel das CMS WordPress seit der aktuellen Version eine neuere MySQL-Version voraus. Im Voraus schlecht zu beurteilen, aber ebenfalls wichtig, ist die Datenbankperformance. Denn viele CMS beanspruchen die Datenbank heutzutage fast stärker als den Prozessor.
- Programmiersprachen
Ebenfalls wichtig in Zeiten von Content Management Systemen sind die Programmiersprachen. Ob nun PHP, Ruby, Perl oder was auch immer. Man sollte sicherstellen, dass alle benötigten vorhanden sind und in den aktuellsten Versionen vorliegen sowie auch regelmässig aktualisiert werden.
- Speicherplatz
Generell sollte man darauf achten, dass man mehr als genug Speicherplatz hat. Im Laufe der Zeit wächst die Datenbank und der belegte Speicher durch Bilder, Videos und Dokumenten steigt deutlich. Und man sollte auch darauf achten, dass genug Speicherplatz für Mails zur Verfügung steht.
- Traffic-Limit
“Unbegrenzter Traffic” hört sich gut an, ist jedoch in der Realität aber natürlich nicht der Fall. Auch wenn mit solch einer Leistung geworben wird, gibt es im Kleingedruckten meist Regel was passiert, wenn bestimmte Traffic-Grenzen im Monat überschritten werden.
- Einschränkungen
Bei vielen Hostern gibt es auch Einschränkungen was bestimmte Scripte oder Inhalte anbelangt. So wird oft Chat-Software, Videostreaming, Pornografie und ähnliches verboten, da diese zu viel Leistung/Bandbreite verbrauchen. Also vorher darauf achten, dass nicht genau das verboten ist, was man eigentlich machen will.
- vorinstallierte Software
Gerade für technisch nicht so versierte Seitenbetreiber kann es von Vorteil sein, wenn der Hoster bereits vorinstallierte Software anbietet. So stellen viele gute Webhoster diverse Foren-Software und Content Management Systeme bereit und diese lassen sich dann mit einem Klick per Webinterface installieren. Wichtig ist hierbei aber auch, dass diese regelmäßig geupdated werden. Hoster welche jetzt noch WordPress 3.0 als vorinstallierte Software anbieten sollte man meiden.
Es ist für den Laien nicht immer ganz einfach, die angebotenen Leistungen zu beurteilen. Aus genau diesem Grund sollte man sich in das Thema einlesen und bei ähnlichen, bereits bestehenden Projekten nachfragen, welche Leistungen dort genutzt werden. Viele Softwarehersteller geben zudem Empfehlungen ab, welche Leistungen das Hosting umfassen muss.
Wie bereits schon mal erwähnt, werde ich in einem der nächsten Artikel die Hosting-Anforderungen für unterschiedliche Beispiel-Projekte aufzeigen.
- Setup-Gebühren
